Gemeinde Laudenbach

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21.05.2018

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Aktuelles aus der Gemeinde

Hinweis der Laudenbacher Jagdgemeinschaft

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
auch für die Tierwelt ist der Frühling eine wichtige Zeit, in der für Nachwuchs gesorgt wird. Die Laudenbacher Jäger und Naturschützer bitten Sie, den Tieren bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht ins Handwerk zu pfuschen. Was heißt das konkret?
 
Wenn wir ein Rehkitz irgendwo finden, fassen wir es auf keinen Fall an, sondern entfernen uns sofort wieder ruhig. Die Rehmutter weiß genau, wo sie Ihre Jungen abgelegt hat und wird sie versorgen. Junghasen dürfen ebenfalls nicht angefasst werden, sonst kümmert sich die Häsin nicht mehr um sie.
 
Wer seine Wiese mähen will, sollte sie vorher nach Kitzen und Junghasen absuchen und gegebenenfalls mit dicken Handschuhen und mit Gras umhüllt an den ungefährdeten Rand der Wiese legen. Geiß und Häsin finden ihre Jungen wieder. Wir helfen gerne bei der Suche.
 
Begegnen wir Wildschweinen, so sollten wir Abstand halten. Üblicherweise verdrücken sich die Schwarzkittel ziemlich schnell. Man sollte jedoch wissen, dass ein Schwarzwildbache, die mit ihren Frischlingen unterwegs ist, auch bereit ist, ihre Brut zu verteidigen.
 
Dachs und Fuchs halten ihre Jungen im Bau. Junge Füchse spielen oft in der Nähe ihres Baus und scheinen zahm und vertraut zu sein. Bitte auf keinen Fall anfassen. Die alten Füchse streichen auf der Suche nach Futter für ihre Jungen in der Dämmerung und nachts umher. Das führt sie gelegentlich auf der Suche nach illegal entsorgten Essensabfällen auf Komposthaufen in bewohnte Gegenden. Dies zieht auch Mäuse an, die zur Lieblingsnahrung der Füchse gehören.
 
Aus dem Nest gefallene Vögel, die sich noch nicht alleine fortbewegen können, versuchen wir wieder ins Nest zurückzulegen. Wenn sie schon zu Fuß unterwegs sind, werden sie von den Elterntieren versorgt, und sollten nicht angefasst werden.
 
An die Hundehalter richtet sich unsere Bitte, ihre Tiere bis mindestens Ende Juli an der Leine zu führen. Unangeleint können sie beim Stöbern leicht ein Kitz oder ein Hasennest entdecken und die Jungtiere gefährden oder gar töten. Die meisten Hunde haben einen Jagdtrieb, auch wenn es so nicht wahrgenommen wird. Sieben von Hunden im vergangenen Jahr gerissene Rehe und bereits eines in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
 
Wir bitten alle Wanderer, Nordic-Walker und Radfahrer sich ausschließlich auf den gekennzeichneten Hauptwegen zu bewegen und nicht querfeldein durchs Gelände zu laufen bzw. zu fahren. Dies gilt genauso für Reiter, die sich leider zunehmend rechtswidrig auf verbotenen Wegen im Gelände bewegen.
 
Wir sind zur Erhaltung der Artenvielfalt verpflichtet, so sagt es auch das Gesetz, und sollten der Natur und unseren heimischen Tieren Möglichkeiten einräumen, ihren Nachwuchs in ihren Einständen und Ruhezonen ungestört aufzuziehen.
Wenn Sie Fragen haben, stehen wir gerne für Auskünfte zur Verfügung. Unsere Telefonnummern erfahren Sie bei der Gemeindeverwaltung.
 
Ihre Laudenbacher Jagdgemeinschaft